Liebe Freunde von Sumba,

das Jahr 2016 war ein gutes Jahr für Sumba. Eure /Ihre Spenden sind reichlich geflossen, so dass wir viele Wünsche erfüllen und so zur Weiterentwicklung und Verbesserung der Lage auf Sumba beitragen konnten. Vielen Menschen haben wir auf dem Weg in eine bessere Zukunft geholfen.

Dass das so war, lag sicherlich auch an der Präsenz der jungen indonesischen Patres – Pater Jack, Pater Ino und Pater Francis - in Heusenstamm.

Es lag sicherlich auch an den präzise gestellten Anträgen und den Rückmeldungen über die Entwicklung der Projekte auf Sumba. So konnten wir nicht nur in Worten, sondern auch durch entsprechende Bilder, sehen, dass jeder Euro auf Sumba ankam und zur Verbesserung der Situation beitrug. Exemplarisch nenne ich unser Kindergartenprojekt, wo wir umfassend über die Entwicklung informiert wurden.

Heute füge ich noch einen Antrag bei, der mich gestern erreichte.

Para Dita ist ein großes Asrama = Internat für Jungen in Waingapu, das von den Redemptoristen geführt wird. Nur durch solche Asramen, die wir unterstützen, ist es möglich, dass begabte Jungen und Mädchen aus dem Hinterland von Sumba weiterführende Schulen besuchen können. Es wird von Pater Agus geführt. In ihm arbeitet zur Zeit ein Schüler des Collegium Josefinum in Bonn in einem freiwilligen Jahr. Er hat Pater Agus geholfen, den beiliegenden Antrag an uns zu stellen. Da immer noch Spenden bis zu Jahresende eingehen, bin ich sicher, dass wir auch hier helfen können.

Außer diesem Antrag für Para Dita und dem Dankes-Schreiben aus der KiTa Anda Luri finden Sie / findet Ihr nachfolgend noch Briefe von Bischof Woga, Pater Dominik und Pater Jack.

Dann hat mich gestern noch Pater Willi Wagener angerufen und sich ganz herzlich für die Hilfe bedankt.

Nicht nur die vielen Dankesgrüße aus Sumba, sondern auch die Wünsche für ein gesegnetes Weihnachtsfest und für ein gutes, neues Jahr 2017 gebe ich gerne und voll Freude an Sie / Euch weiter und schließen uns an mit

herzlichen Grüßen

Ursula und Fritz Heidenreich, Ulla und Herbert Margraf

20.12.2016 

Brief von

Pater Agus Malo Bulu

Waingapu, Ost Sumba, Indonesien

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Danke-schön Heusenstamm

Selamat Natal dan Tahun Baru

Liebe Erzieherinnen, liebe Erzieher der Kita St. Cäcilia

Liebe Heusenstammer,

am Ende des Jahres wollen wir von dem Kindergarten Anda Luri Danke sagen! Danke für Ihre und eure Unterstützung in diesem Jahr. Seit 2015 gibt es eine fruchtbare Beziehung zwischen unseren Kindergarten Anda Luri und Euch Heusenstammer, die die Verbesserung unserem Kindergarten Anda Lurie unterstützt und so unseren Kindern eine bessere Ausbildung ermöglicht. Möglich ist das nur durch Ihr und Euer vorbildliches Engagement und finanzielle Unterstützung!

Ohne Ihre und Eure Hilfe wäre die Renovierung des Kindergartens nicht möglich gewesen und dafür möchten wir alle, Kinder und Erzieherinnen, alle Patres und Betreuer von dem Kindergarten Anda Luri ganz herzlich Danke sagen. Terima Kasih Heusenstamm.

Wir wünschen Ihnen und euch Gottes Segen, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Selamat Natal dan Tahun Baru

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Antrag von Pater Agus für nötige Anschaffungen im Asrama Para Dita / Waingapu

Kostenaufstellung

(Wechselkurs: 14.000 IDR = 1 Euro)

1 Handkarren-Reparatur - 1.000.000 Rupiah - 71,43 € - 71,43 €

1 zweiter Handkarren neu - 2.800.000Rupiah - 200,00 € - 200,00 €

5 Mülleimer aus Holz - 250.000 Rupiah -  17,86 € / Stück -  89,30 €

5 Mülleimer aus Plastik - 170.000 Rupiah - 12,14 € / Stück - 60,70 €

3 Bügeleisen - 300.000 Rupiah - 21,43 € /Stück - 64,29 €

45 neue Stühle - 90.000 Rupiah - 6,43 € / Stück - 289,35 €

1 Waschbecken - 500.000 Rupiah - 35,71 € - 35,71 €

1 Platz zum Tellerwaschen erneuern - 3.650.000 Rupiah - 260,71 € - 260,71 €

Gesamt 1071,43 €

Begründung

Handkarren: Das Internat besitzt zur Zeit nur einen alten und kaputten Handkarren (siehe Foto), welcher repariert werden muss, da er im alltäglichen Leben unerlässlich ist. Das Gelände hier ist sehr weitläufig und jeden Tag muss Holz geschlagen und zur Küche gebracht werden, muss Laub aufgesammelt und zum Kompost gebracht werden, Erde und Steine aus dem Weg geräumt oder zum Aufbauen von etwas zu einem anderen Ort transportiert werden und so weiter. Aufgrund dieser vielen notwendigen Arbeiten wollen wir nicht nur den vorhandenen alten Handkarren reparieren, sondern auch noch zusätzlich einen neuen anschaffen.

Mülleimer: Als erstes sollen stabile Mülleimer aus Holz angeschafft werden, welche auf dem Gelände und in den Räumen aufgestellt werden sollen, da die vorhandenen Plastik-Mülleimer sehr schnell kaputt gegangen sind.

Als zweites sollen große Plastikmülleimer/Plastiktonnen angeschafft werden, die zum Müll aufsammeln im Gelände benutzt werden. Jeden Tag wird hier der rumliegende Müll von den Jungs aufgesammelt und zum Müllverbrennungsort gebracht. Die dafür benutzten Tonnen sind weitestgehend auch schon kaputt und fast nicht mehr zu gebrauchen.

Bügeleisen: Ihre Kleidung müssen die Jungs hier im Asrama selber waschen und auch bügeln. Vor allem bei den Schuluniformen, für jeden Tag eine andere, wird darauf geachtet. Zur Zeit gibt es nur ein Bügeleisen für 95 Schüler. Das ist natürlich zu wenig und führt zu Wartezeiten, Streit oder ungebügelten Schuluniformen mit verbundenen Ärger von den Lehrern. Daher sollen weitere Bügeleisen angeschafft werden.

Neue Stühle: Viele der vorhandenen Stühle sind kaputt, besonders an Lehne oder Sitzfläche. Das ist zum einen unbequem beim Sitzen, zum anderen gefährlich, wenn der Stuhl ganz zusammenbricht oder splittert. Und zum anderen ist es auch nach außen hin nicht gut für das Asrama, da die Aula für viele Seminare genutzt wird und man diese Stühle auch keinen Gästen, wie besuchenden Eltern, anbieten will. Darum sollen neue Stühle angeschafft werden. Die Stühle sind zum Beispiel für die Lernräume, das Cafe, die Bücherei, die Aula und andere Plätze bestimmt.

Waschbecken: RT (Ruang Tamu) ist das Gästehaus, in dem auch die Patres essen. Das Waschbecken dort ist kaputt und undicht, daher wird ein neues benötigt.

Tellerwaschplatz: Hinter dem RT ist der Waschplatz für das Geschirr, Besteck, etc. aus dem RT. Der alte Waschplatz aus Beton geht langsam kaputt und ist auch wenig hygienisch, da er schwer zu reinigen ist. Außerdem sind die Wasserhähne kaputt und die Rohre undicht. Darum soll ein neuer gebaut werden, mit Fliesen und neuen Rohren.

(Die dem Antrag beigefügten Fotos waren leider nicht auf die Webseite der KKH zu übertragen) 

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Schreiben von Bischof Edmund Woga

Lieber Herbert, lieber Herr Pfarrer und alle lieben Freunde in Heusenstamm!

 

Mein letzter Besuch in Deutschland (April dieses Jahres) war ganz kurz, nur 10 Tage. Trotzdem war ich sehr froh, dass ich noch die Gelegenheit hatte, mit der Gemeinde in Heusenstamm die Sonntagsmesse zelebrieren und danach noch ein gemeinsames Mittagessen machen konnte. Das war eine sehr schöne Erfahrung. In dieser kurzen Zeit konnte ich die Spenden-Institute in Aachen und Königstein auch noch besuchen.

Nach meinem Besuch in Deutschland wieder zu Hause in Sumba habe ich das Unglück erfahren, dass die Platte in meinem gebrochenen Bein gebrochen ist. Die Metall-Platte ist gebrochen, nicht weil ich sehr stark bin, sondern weil ich zu viel hin und her in ganz Sumba gegangen bin, denn es gibt noch viel in der Gemeinde zu erledigen. So musste ich wieder im Juni 2016 für die vierte Operation nach Singapore fliegen. Ich habe keine Angst mehr, operiert zu werden, da es für mich schon üblich ist. Hahahahaha! Zur Zeit bleibe ich zu Hause in Sumba. Auch in dieser Weihnacht kann ich noch nicht mit der Gemeinde die Messe zelebrieren.
Ihnen allen wünsche ich herzlich EINE FROHE WEIHNACHT und EIN GLÜCKLICHES NEUJAHR.

Ich danke Ihnen für Ihre große Aufmerksamkeit und Hilfe für die Kirche auf der Insel Sumba. Leider kann ich Ihnen jetzt noch nicht viel über die Folge von Ihrer Hilfe erzählen, zum Beispiel über die elektrische Wasserpumpe für die Gemeinden in der Außenstation Came (Pfarrei Waimangura). In den letzten Zeiten bemühen wir uns, beim Bischofshaus Wasser zu finden. Wir bekommen kein Wasser mehr von unserem alten Brunnen.

Ich wünsche Ihnen allen Gottes Segen in Ihrem Leben und im Alltag.

Herzliche Grüße von Sumba und herzliches Willkommen nach Sumba.

Bischof Edmund Woga CSSR. 

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Brief von 

P. Dominik Rihi Mone, CSsR Waingapu, den 21. Dezember 2016

API Padadita, Jln. Erlangga, Waingapu 87111, Sumba Timur – N T T, Indonesia

E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Lieber Herbert, liebe Ulla und liebe Freunde des Sumbakreises,

als ich noch in Deutschland war, habe ich mit den Freunden über die Insel Sumba Spaß gemacht, dass diese Insel am Ende der Welt liegt, wo die Pfeffer wächst. Nun schicke ich Euch Nachrichten aus diesem kleinen fernen Ort, wo ich seit 2012, nach meinem Studium in Deutschland tätig bin. Zurzeit kommen die Jahreszeiten bei uns nicht mehr richtig. In Waingapu, einer kleinen Hafenstadt wo ich wohne, regnet es fast gar nicht, deshalb ist die Stadt noch nicht grün, sondern immer noch trocken. Viele Bäume sind noch kahl, ohne Blätter. Wir warten schon ungeduldig auf den Regen, der in den letzten Jahren Anfang Dezember schon sehr stark war.

Auf dieser Insel haben die Redemptoristen aus Deutschland im Jahre 1957 ihre Mission angefangen. Eine Aufgabe der Redemptoristen in Indonesien ist die Betreuung der Schulen (ein Kindergarten, dreizehn Grundschulen und ein Gymnasium) in Ostsumba. Ich selbst bin seit Januar 2014 Schulleiter in unserem Gymnasium in Waingapu. Es gibt fast 600 Schüler in diesem Gymnasium. Es wurde von den deutschen Missionaren im Jahre 1959 gegründet und ist das erste Gymnasium auf Sumba. Das Gebäude ist schon alt und deshalb renovierungsbedürftig. Seit ich diese Schule leite, fängt die Renovierung in vielen Teilen des Gebäudes an, dank der starken Unterstützung des Collegium Josephinum Bonn (CoJoBo). Damit können wir Toiletten und eine Kantine bauen lassen und die Renovierung des kaputten Sportplatzes und des Bodens. Zurzeit läuft noch die Renovierung der Schulhalle. Die alte Schule sieht jetzt schön aus und ist bequem für alle, die hier lernen und unterrichten.

Neben meinen Aufgaben in der Schule, begleite ich auch die Postulanten in unserem Ausbildungshaus. Ende Juni war die feierliche Eröffnung des neuen Postulatsjahres mit 20 jungen Priesteramtskandidaten aus verschiedenen Inseln in Ostindonesien. Als Schüler kennen diese Jugendliche die Redemptoristen vor Ort und nun wollen sie selbst Redemptorist werden. Am Anfang meiner Tätigkeit in dieser Kommunität bekam ich finanzielle Unterstützung von meinen Freunden und Wohltätern in Deutschland, weil das Ausbildungshaus viel Renovierung und neue Einrichtungen gebraucht hat. Im Laufe der Zeit fangen wir mit der Herstellung von Bausteinen an. Wir züchten auch Schweine und pflanzen Setzlinge. Wir öffnen einen kleinen Kiosk, wo wir Lebensmittel und kleine Waren für den täglichen Bedarf verkaufen. Die Leute in Waingapu kaufen unsere Bausteine, Schweine und Setzlinge und damit können wir uns selbst unseren Lebensunterhalt verdienen.

Im Mädchen Asrama in der Pfarrei Kambajawa wohnen zur Zeit zwanzig Mädchen. Einige von ihnen besuchen eine Krankeschwesterakademie und die anderen sind noch Schülerinnen am Gymnasium. Drei von ihnen sind meine Schülerinnen. Für die Betreuung des Asramas gibt es noch Geld bei mir, deshalb habe ich Euch in diesem Jahr keinen Antrag geschickt. Mit dem Geld kann ich noch einiges für die Mädchen anschaffen, z.B. Musikinstrumente, Schulbücher, Reiskocher und Küchengeräte. Einige von ihnen lernen das Musikspiel bei mir (Geige und Trompete). Manchmal spielen wir zusammen in den Veranstaltungen, deshalb ist es wichtig wenn sie eigene Musikinstrumente haben. Bei meinem letzten Besuch im Asrama bedanken sich die Mädchen herzlich für Eure Unterstützung und schicken Euch Weihnachtsgrüße und ein gutes neues Jahr.

Für meine Aufgaben auf Sumba ist die Unterstützung meiner Freunden und Wohltäter in meiner zweiten Heimat, Deutschland, eine sehr große Hilfe für mich. Mein herzlicher Dank gilt all denen, die sich an mich immer noch erinnern und mir mit Gebet und finanzieller Unterstützung geholfen haben und helfen werden. Ich freue mich sehr über die weiter bestehenden Kontakte in den nächsten Jahren und auf jede Nachricht aus Deutschland für mich.

Das Weihnachtsfest ist für mich die besondere Zeit, um Euch den Gruß und die guten Wünsche für das nächste Jahr zu schicken. Ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2017 wünscht Euch

Dominik Rihi Mone

(Der einheimische Pater Dominik lebt mit den Schülern im Internat Pada Dita und leitet das Gymnasium in Waingapu. Seine Informationen und Grüße gebe ich gerne weiter.) 

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Brief von

Pater Jack Umbu Warata, Missionsprokur der Redemptoristen

Kölnstr. 415, 53117 Bonn,  Fon: (0228) 555 85 –27

Lieber Freundinnen, liebe Freunde,

liebe Heusenstammer,

danke, dass Sie Hoffnung in unsere Herzen bringen.

"Die Hoffnung stirbt zuletzt", lautet eine bekannte Redewendung. Wir sagen damit aus, dass auch, wenn die Lage hoffnungslos erscheint, wir zuversichtlich bleiben und am Ende alles gut werden wird. In einer Nacht in Bethlehem ging das Licht der Hoffnung auf. Hl. Paulus hat geschrieben: "Jesus Christus ist unsere Hoffnung" (1. Timotheus 1,1). In Jesus haben wir Hoffnung. Er kam. Er lebte. Er gab vielen Menschen die Hoffnung. Die Hoffnung lebt weiter. Zu Weihnachten wurde die Hoffnung für uns sichtbar.

Die Sumbanesen, die Kinder und Schüler auf Sumba freuen sich über alles, was in ihrem Alltag Hoffnung bringt. Weihnachten ist ein Fest der Hoffnung und wir wünschen uns, dass es auch für die Armen, die Kinder und Schüler ein besonderes Fest wird und bleibt.

Ich möchte mich ganz herzlich für Ihre Unterstützung bedanken, auch im Namen meiner Mitbrüder in Sumba, aller Schülerinnen, Schüler und Kinder in meinem Heimatland. Mit der Kraft Gottes und Ihrer Hilfe aus Deutschland ist es uns möglich, die Probleme in Sumba zu lösen. Wir sollen darauf vertrauen, dass Gott durch uns auch weiter hilft. Wir hoffen dass Sie/Ihr alle uns auch im neuen Jahr 2017 tatkräftig unterstützt.

Wenn einer dem anderen Liebe schenkt,
wenn die Not des Unglücklichen gemildert wird,
wenn Herzen zufrieden und glücklich sind,
steigt Gott herab vom Himmel
und bringt das Licht:
Dann ist Weihnachten.

Ich wünsche Ihnen/Euch eine schöne Adventszeit und ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr. Möge unser Vater im Himmel auch Sie mit seinem Segen reich beschenken.

Ich nehme Sie/Euch alle mit an die Krippe unseres Erlösers und bitte ihn um seinen reichen Segen für Sie/ Euch und Ihre/Eure Familien zu Weihnachten und zum kommenden Jahr 2017.

In treuer und dankbarer Verbundenheit

P. Jack Umbu Warata, Missionsprokurator

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