Erfolgsgeschichte - Projekte der Pfarrgemeinde St. Cäcilia auf Sumba, Indonesien

Es ist 9:30 in Waingapu auf Sumba in Indonesien als die Heusenstammer Delegation – Dominik Hohls, Heinz Hoos, Herbert Margraf und Pfarrer Martin Weber – am Kindergarten Anda Luri vorfährt. Die Sonne scheint gleißend vom Himmel und die hohe Luftfeuchtigkeit lässt die Schweißperlen rinnen. Der Zaun ist in den Farben schwarz-rot-gold gestrichen, um zu zeigen, dass dieser Kindergarten mit Hilfe aus Heusenstamm renoviert worden ist. Die Zufahrt ist durch ein Band versperrt, das der Senior Herbert Margraf zerschneiden darf. Die vier Besucher erhalten zur Begrüßung einen kunstvoll gewebten Ikat über die Schulter gelegt und werden mit Nasenküssen begrüßt.

Musik ertönt und die kleinen Tänzerinnen und Tänzer beginnen mit ihrem Tanz die Besucher schrittweise durch den Innenhof in den Gemeinschaftssaal zu geleiten.

                                  

Hier beginnt nun ein gut zweistündiges Programm mit gut eingeübten Vorführungen der Kindergartenkinder, die uns in ihrer Lebhaftigkeit und Fröhlichkeit erfreuen. Eigentlich sind Kindergartenferien, aber die Erzieherinnen haben es sich nicht nehmen lassen, diesen Tag für die Besucher aus Deutschland zu gestalten. In den Reden drücken sie ihre Dankbarkeit aus und ihren Stolz auf diesen so schön gestalteten Kindergarten. Ihre Freude blitzt immer wieder auf bei der Führung durch den Kindergarten. Zwei Kinder wollten nicht in die benachbarte Grundschule wechseln. Sie wollten noch ein Jahr in diesem schöneren Kindergarten bleiben. Die benachbarte Grundschule, die zu dem Schulverbund der Redemptoristen gehört, hätte auch eine Renovierung nötig - es bleibt noch viel zu tun. Für die Besucher überwiegt die Freude, dass mit dem Geld der Heusenstammer Spender ein Ort geschaffen wurde, an dem etwa 100 Kinder ihren Weg in die Erwachsenenwelt mit Zuversicht beginnen.

Szenenwechsel: Wir sind mit Bischof Dr. Edmund Woga unterwegs zu einem Bewässerungsprojekt, das die Heusenstammer Spender im letzten Jahr finanziert haben. Mühsam quält sich der Wagen, nachdem wir die Straße verlassen haben, über die holprigen Wege zu zwei Dörfern im Urwald. Hier leben zwanzig Familien miteinander. Nur mühsam konnten sie sich ernähren. Zwar ist das Land fruchtbar, aber sie hatten kein Wasser. Das Wasser musste eimerweise von einem entfernten Brunnen , der noch aus japanischen Besatzungszeiten stammt, geholt, oder mit Hilfe eines Tanklastwagens ins Dorf gebracht werden. Wir konnten ihnen helfen, denn es gibt gutes Grundwasser. Wir bezahlten die Bohrung. Nach 54 m war es soweit, und eine starke Pumpe befördert nun genügend Wasser an die Oberfläche. Damit wurde der Hygienestandard der Familien stark verbessert und die Felder und Gärten können bewässert werden. Voll Stolz wurden die Felder gezeigt, auf denen Tomaten und Gemüse wächst, das der Selbstversorgung dient und außerdem in der Stadt Waingapu verkauft wird. Damit haben die Familien ihr Auskommen und es bleibt noch etwas übrig. Die Familien leben als Basisgemeinde zusammen. Jeden Donnerstag treffen sie sich, feiern einen Wortgottesdienst, besprechen alle anliegenden Probleme und Arbeiten, zahlen Geld in eine Gemeinschaftskasse, mit der allgemeine Aufgaben finanziert werden. Zwei Leute wurden für die Wartung und Bedienung der Pumpe ausgebildet. Man könnte sagen, sie leben fast wie eine Urgemeinde zusammen.

Ehe die Heusenstammer wieder Abschied von Sumba nahmen, wurden noch weitere Projekte angeschaut. Doch die Beschreibung dieser beiden soll zunächst genügen, um zu zeigen, dass die Spenden ankommen und ein zu eins umgesetzt werden - zum Nutzen der Menschen auf Sumba.

Wer sich an diesem Werk beteiligen will, kann eine Spende auf das Konto der Pfarrgemeinde St. Cäcilia, Heusenstamm einzahlen: IBAN: DE14 5056 1315 0606 0010 25, VVB Maingau. Bitte Name nicht vergessen, damit eine Spendenquittung ausgestellt werden kann.











































































































































































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